Freitag, 23. Juli 2010

Und es geht wieder los

Lange gab's nichts zu lesen, aber ich habe noch auf neue Fotos warten müssen.
Knappe 3 Wochen nach dem IM war die Zeit geprägt von viel Erholung, nur dann frage ich mich, warum ich das nicht spüre. In bzw. nach der 4ten Woche erwarte ich mein Loch, was mich in den letzten Jahren leider nicht übersprungen hat. Um meine Muskeln nicht weiter zu schädigen, hielt ich mich meistens im kühlen Nass auf. Schwerpunkt bildet hier die Beinarbeit, denn das ist wirklich eine Frechheit. Vortrieb = Null! Da muss unbedingt etwas getan werden...
Auch ein paar Radeinheiten habe ich schon absolviert, mit Schwerpunkten auf Frequenz und Antritten. Gestern stand erstmals wieder eine K3-Ausfahrt auf dem Programm mit Regen und schlechter Sicht. 20°C und Regen sind mir einfach zu kalt.
Jetzt schnell zu den Fotos:




Was steht die nächsten Wochen an??? Erstmal wird der Trainingsplan für die Insel geschrieben und besprochen. Weiterhin plane ich Starts beim Mühlchen, Viernheim und FFM City Triathlon auf dem Weg dorthin.
Die Reise nach Hawaii ist natürlich schon lange gebucht und wir werden im Royal Kona Resort unsere Zeit verbringen. Ich freue mich so darauf :-)

PS: 4 Ringe und es geht ab nach Hause!!!!

Montag, 5. Juli 2010

Ein Tag, an dem alles passte

Was ist gestern eigentlich passiert?
Ich flog über eine verlängerte Ironmanstrecke mit Neoverbot in 09:03:19h und wurde damit gesamt 19ter Athlet im Zieleinlauf (6ter Amateur) und Europameister in meiner Altersklasse. Ich bin unglaublich glücklich, denn ich durfte mir heute das Hawaiiticket lösen und habe somit ein Fernziel erreicht!

Erstmal der Reihe nach: Am Samstag war ich noch ziehmlich genervt von dem ganzen hin- und herfahren wegen dem Wettkampf. Wettkampfbesprechung hier, Bikeabgabe da... das ist wirklich Stress und kann einem die Laune vermiesen. Das musste dann leider Natascha ausbaden!
Mit ganz schlechtem Gefühl ging es dann ins Bett, um dann den lieben Wecker um 3:15h wieder zu hören. Mein Dad übernahm den physichen Transfer zum Waldsee.
Als einer der Ersten betrat ich die Wechselzone und konnte mich sehr gemütlich und gelassen einrichten.


Als viertes Bike in meiner Reihe hatte ich einen sehr guten Platz erwischt, um schnell wechseln zu können. Da noch ein Interview mit dem ZDF anstand, begann ich mit dem Warmlaufen recht früh. Kurz nach 6h fand das Interview dann statt. Das ZDF begleitet mich dann etwas auf der Strecke um Bilder einzufangen, aber hielten sich während des Wettkampfs liebeswerter Weise zurück. Hier mal das Interview!
Gegen 6:30h ging es dann ins Wasser, um noch etwas Wassergefühl zu sammeln. Eine viertel Stunde später fand ich mich in einem grossen Getümmel mit Rauferei wieder, denn der Startschuss war gefallen. Auch wenn man in der frühen Startgruppe starten darf, heisst es leider nicht, dass sich alles viel leichter anfühlt. Die gleichen Idioten sind auch hier vertreten.
Gestoppt wurde ich mit 57:01min. Das überraschte mich selber ein wenig, da ich ohne Neo mit 60min gerechnet hatte. Getreu' dem Motto soviel Vorsprung wie möglich auf den Diddi rauszuholen bis auf die Laufstrecke, war ich sehr motiviert und begann zeitgleich mit Ivonne van Vlerken den Bikesplit.
Kurz gesagt war sie dann irgendwann zu langsam :-) das sich unsere Wege trennen mussten!
Auf verlängerter Radstrecke konnte ich in meiner schlechtesten Disziplin noch eine mittleren 36er Schnitt rausfahren und stieg mit 5:01:59h vom Bike. Während der letzten 65km sollte ich meinem hohen Anfangstempo Tribut zollen und musste mich sehr quälen. Aber wie so oft auf der Langdistanz freute ich mich schon auf's Laufen.
Nach einem guten Wechsel lief ich zeitgleich mit Timo Bracht in meine erste Runde (er natürlich auf seiner zweiten Runde). Den ersten Km ging ich noch mit bis ich die Pace von einer 3:45 gestoppt hatte. Also musste ich sofort drosseln!
Bei Km 4 bekam ich endlich mal eine Zeitansage zum Diddi (unser sehr freundschaftlich, hochgeschätzes Privatduell) und er lag ca. 4min zurück. Von diesem Zeitpunkt war mir klar, dass wenn ich nicht einbrechen sollte, alles in meiner Hand liegt. Wir beide begannen den ersten 10er unter 40min (alleine das hätte mich schon an den Rand meiner Leistungsgrenze bringen sollen).
Mein liebster Kilometer war der 6te. Dort stand meine Überlebensstation Thommy! Ausgerüstet mit allen Energizern dieser Welt, bekam ich dort meine persönliche Verpflegung ohne die, dies ganze nicht möglich gewesen wäre.
Wen es wundern sollte, die dritte Runde war natürlcih meine Schlechteste. Aber gut, das war ja klar.
Matthias Hähnel stattete mich mit Live-Platzierungen aus, so das ich jederzeit wusste, auf welchem Platz in der AK ich lag.
Bei Km 37 schrie' er mir nur noch zu, dass ich führen würde und ab da überkam mich die pure Freunde. Ich war so euphorisch und musste die ganze Zeit nur noch Lachen. Es war so toll, dass der Zieleinlauf wirklich zum Genuss wurde.

Das Resultat:


Und natürlich die Siegerehrung:


Ich dachte eigentlich eher ans Aufhören, weil ich schon so verzweifelt war, dass es mit Hawaii nichts werden würde und jetzt dieser Erfolg! Wie kam das nur zu stande? Ich denke da an Tatschis Ernährung und das Du mir die letzten 2 Wochen vor dem Wettkampf so geholfen hast. Ich denke weiter an den besten Gegner und Trainingspartner der Welt: Diddi!!!!! Weiterhin meine grandiose Verpflegung, auf den immer Verlass ist, auch wenn er meinen Crosser auf dem Gewissen hat. Und natürlich an sämtliche Unterstützung an der Strecke (DSW-Meile, viele -enge- Freunde + Familien und Nachbarn), alle Menschen, die immer überzeugt von meinen Fähigkeiten waren und last but not least das Training Frau Wassiluk. Es war gestern einfach mein Tag und mein grösster sportlicher Erfolg.
Vielen Dank!

Presseartikel:
DSW
Echo

Samstag, 3. Juli 2010

Count Down!


Die Hitzewelle liegt über Deutschland und morgen ist wieder Raceday (der schönste Tag im Jahr)! Leider verwechseln viele Leute den Raceday mit den Tagen davor. Es wird mit dem Wettkampfrad direkt (oder bis ins) Wettkampfbüro vor-/reingefahren, man zeigt seine "tollen" Wettkampfanzüge bzw. unzählige Finishershirts! An die Leute da draussen: Das sieht so scheisse aus und noch mehr Poser braucht der Sport nicht!!!!!" Merkt Euch: Die schlechtesten haben immer das meiste an (ausser Pro, die meiner Meinung nach eine Berechtigung haben, sowas zu tragen)!!!!"


Kommen wir mal zu den erfreulichen Themen: Die Rookies!
Ich glieder' mal auf in Rookies a und b. Zu a zählen wir mal die echten Rookies: erste Langdistanz. Darunter fallen Caro, Nicky, Chris, Susi (als Pro) und Matz (???ich weis es leider nicht???). Ihr habt Euch durch die Witterungsbedingungen einen der härtesten Wettkämpfe ausgesucht. Das konnte man leider vor einem Jahr nicht erwarten! Kein Neo und noch eine verlängerte Radstrecke, wer das durchsteht, der brauch' keine Angst mehr vor anderen Strecken haben!
Geniesst es, es heisst, der Erste ist der Schönste!!!!
@Caro: Meine erste Zeit: 10:26:08h, ich denke nicht, dass Du soweit weg davon bist.
@Cherie: Mach' Dir nicht soviel Gedanken über das Neoverbot. Du hast den Willen!
@Kuchenwutz: Finger weg vom Gebackenen auf der Strecke. Nicht nervös werden, Du weisst was Du kannst!


Zu Rookies b zählen wir die Erststarter in FFM mit Langdistanzerfahrung: Daniel! Da stehst Du ganz alleine, aber natürlich nicht im Wettkampf! Roth letztes Jahr war einfacher... und morgen zählt's :-)

@Marc: Diesmal will ich ein Finish!

Das Wetter:
Morgens am Waldsee (gegen 5h) sollte es nach www.wetter.com noch mit Regen zu rechnen sein. Danach geht es wieder trockener zu und die Höchsttemperaturen liegen bei 29°C. Es wird mit leichtem Wind aus Nordwest gerechnet mit bis zu 15km/h. Also bei Wetter dürfen wir uns nicht beschweren.

Check-In mit Siggi:


So sollte immer Raceday sein :-)
@Diddi: Hier siehst Du meine Waffen für den Ironwar. Ich freu' mich! Schulter an Schulter!!!!!


Danke Liebes!