Samstag, 30. Oktober 2010

Leistungserhaltung in der Offseason

In der Off Season steht immer der Gegensatz von kompletter Pause zu Training mit verminderten Umfängen und neuen Elementen. Persönlich ordne ich mich der zweiten Variante zu, deshalb wird fleißig am Main geskatet.
Zur großen Verwunderung habe ich in der Zeit meiner Planung für die neue Saison festgestellt, das erst 3 Wochen vergangen nach meinem großen Rennen auf der Insel sind. Also braucht der Körper noch etwas Erholung und die nächste Woche sollte noch mit Vorsicht gestaltet werden, bevor in der zweiten Novemberwoche das Training wieder gestartet wird.
Hierzu ein netter Artikel:

Morgen steht der Frankfurt Marathon auf dem Programm meiner Trainingsgefährten und Freunden. Ich wünsche Euch viel Erfolg und gute Beine! Am Start werden u.a. Thommy, Diddi und Yassir sein bzw. die von Natascha und IQ Athletik geleitete/betreute Marathongruppe.
Ich hoffe, ich kann Euch mit meiner Cam einfangen :-)

Neuste Info aus Schierstein!

Samstag, 16. Oktober 2010

DSW

Ironman Hawaii: Die Bilanz der DSW´ler
12. Oct 2010
Eine tolle Bilanz bei den Männern, Enttäuschung dagegen bei Nicole Leder. Nach eigentlich gutem Schwimm- (1:01:55) und Radsplit (5:47:48) musste sie wegen starken Magenkrämpfen ihre Rennen in Hawaii vorzeitig aufgeben.

Pure Freude dagegen bei Martin Dröll, der seine eigenen Erwartungen (9:34 std.) deutlich übertreffen konnte. Nach planmäßigen Schwimmen (59:24 min.) lief es bei guten äußeren Bedingungen bei ihm auf dem Rad „wie am Schnürchen“ und er kam nach eindrucksvollen Radsplit (5:00 std.) deutlich vor seinen Erwartungen zum zweiten Wechsel. Der abschließende Marathon (3:09 std.) dann für ihn die perfekte Zugabe eines perfekten Rennens. Nach dem tollen Erfolg beim Ironman in Frankfurt nun bereits die zweite Punktlandung bei einem großen Rennen für ihn. In der ewigen DSW-Bestenliste Hawaii machte er mit einer Gesamtzeit von 9:14:27 std. einen Sprung auf Platz 7, hinter so großen Namen wie Alexander Taubert, Lothar Leder und Frank Vytrisal.

1. Alexander Taubert 8:30:45 (1996)
2. Lothar Leder 8:32:57 (1998)
3. Frank Vytrisal 8:37:44 (2007)
4. Jochen Basting 8:45:21 (1995)
5. Kai Hundertmarck 8:53:03 (2007)
6. Uwe Wamper 9:05:51 (1996)
7. Martin Dröll 9:14:27 (2010)
8. Stefan Schütz 9:22:00 (1992)
9. Enrico Knobloch 9:23:37 (2009)
10. Ulrich Nieper 9:31:17 (2001)

Der vollständige Artikel hier.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Hawaii Part 4

Tag 10, Samstag:

RACEDAY! Morgens gegen 3 Uhr klingelte der Wecker und es stand ein kleiner Auftakt auf dem Programm. Mit müden Augen und meinem iPod machte ich mich auf die Strasse, um meinen Körper mit einem 10min Lauf zu wecken. Während dessen machten sich schon einheimische Volunteers an die Arbeit eine weitere Verpflegungsstation vor unserem Hotel zu errichten.
Um 4:10 Uhr ging es dann mit Natascha und meinen Eltern Richtung Pier. Hinter dem King Kamehameha Hotel trennten wir uns, denn ich musste zum Body-Painting. Die Nummern werden mit Stempelkissen auf beide Arme gestempelt.


Nun ging es in die Wechselzone und ich bekam erstmal einen Überblick wie wenig Platz hier einem zur Verfügung steht, wenn alle Fahrräder eingecheckt sind.
Es war noch nicht soviel los, dass ich mich gleich mit einem Schweizer an das Aufpumpen der Reifen machen konnte.
Als ich meine Sachen zu ordnen begann, bemerkte ich, dass ich meine Radflasche und Biketicket vergessen hatte, so dass ich auf der Suche nach einer neuen war. Die Suche dauerte ewig, war aber erfolgreich, da mir ein anderer Athlet seine schenkte und ich mir somit keine Sorgen mehr machen musste.

Um 6:30 Uhr starteten die Profis und ab diesem Zeitpunkt wollte ich mit dem Einschwimmen beginnen. Nur leider wollte ich das nicht alleine, so dass ich mich durch die Masse drängen musste.
Das Einschwimmen verkürzte sich auf circa 10 min, da ich die restliche Zeit damit zubringen musste, meine Position an der Startlinie zu verteidigen. 20 min im Wasser "auf der Stelle schwimmen" und das Gedränge abwehren und keine Kraft verschwenden! Ich war nervös!


Um 7 Uhr erklang der Kanonenschlag das zweite Mal und wir restlichen 1600 Altersklassenathleten schwammen an. Der Schwimmstart und die erste Gerade von 1,9 km waren ein unglaubliches Gedränge.  Alle schwammen sofort nach rechts an die Bojen, um die kürzeste Strecke zu absolvieren und erschwerten mir damit meine Strategie von links an die Wende zu schwimmen.
Nach der Hälfte gelang es mir mich frei zu schwimmen, um mit großen Radius, ungestört zu wenden. Damit konnte ich mich für den Rückweg in eine bessere Position bringen, am Ende zum Ausstieg nochmal beschleunigen und Plätze gut machen.
Eine Traumzeit wäre ein Swimsplit unter einer Stunde gewesen, den ich auch erreichte und dadurch mit positivem Gefühl in die zweite Disziplin wechselte.


Die Radstecke stellte sich durch eine kleine Innenstadtrunde mit Wendepunkt und dem langen Highwaystück nach Hawi und zurück dar. Fahrerrische Höchstleistungen werden hier nicht verlangt, sondern eher einen kühlen Kopf zu bewahren (im wahrsten Sinne des Wortes)!
Da ich das erste mal ohne Pulsangaben fuhr, reihte ich mich erstmal in eine große Gruppe ein, um mich zu Verpflegen, denn in dem Innenstadtabschnitt war dies nicht möglich gewesen. Meine persönliche Taktik war mit einem (wenn möglich) 36er Schnitt nach Hawi fahren, um dann vielleicht mit einem 33er Schnitt nach 180 km abzusteigen. Den Rückweg hatte ich kräftezehrender eingeschätzt, da mir Anzahl und Längen der Anstiege mehr schienen. Außerdem rechnete ich mit meinen Tief auf dem Rad bereits ab Km 120.
Circa 15 km vor Hawi kam richtig Seitenwind auf und machte den Athleten mit Hochprofil im Vorderrad große Probleme. Nach Gesprächen in den Vortagen mit Thomas Hellriegel und Clemens Coenen (beide super nett) entschied ich mich, die 8cm Felge zu wechseln und auf ein kleineres Profil zu gehen.
Somit konnte ich die Passage durchgehend in Aeroposition fahren, Plätze gut machen und Kraft sparen. Nach 140 km kam das Loch. Vor und hinter mir keine Mitfahrer und ich sollte schwächeln. In weiterer Entfernung vor mir eine große Gruppe, an die ich ranfahren musste. Ich fing mich recht schnell und sollte in die Gruppe kommen, allerdings bestand sie aus weit zurückliegenden Profifrauen, an denen ich auch schnell vorbei fuhr. Die letzten 20 km kam meine Kraft zurück und ich konnte nochmal das Tempo erhöhen.
Nun stand nur noch der Marathon auf dem Programm. Schon mit den ersten Schritten merkte ich, dass wohl mein angestrebtes Tempo nicht durchzulaufen sei. Ich konnte mich doch dann relativ schnell fangen und lief bis circa Meile 6 planmässig. Danach sollte das Streckenprofil mir immer mehr Kraft rauben, dass sich das Laufgefühl mit "sehr zäh" gut beschreiben lässt.


Nach Km 40 ging es vom Highway nur noch in die Stadt herunter, um dann den legendären Alii Drive entlangzulaufen und die magischen Worte von Mike Reilly, "You are an Ironman", zu hören.
Nach 09:14:27h lief ich total erschöpft ins Ziel ein!
Gesamt wurde ich 82ter und neunter meiner Alterklasse, die auch den schnellesten Agegrouper mit 08:40:43h überhaupt stellt.
Ergebnisse!

Es war ein hartes Rennen, vielleicht erscheint mir das auch so aufgrund der Länge der Saison, aber mein Körper war und ist nach diesem Wettkampf deutlich mehr belastet als nach dem Ironman Frankfurt. Ich denke die Hitze macht einen großen Faktor aus und nimmt dem Körper seine ganzen Reserven.

Nach kurzen Abendessen im Hotel gingen Natascha und ich nochmal auf die Finishline-Party.

Tag 11, Sonntag:

Nach kurzer Nacht erwartete mich heute der erste OFF-Season Tag. Allerdings wurde die Freude durch Muskelkater und Steifheit des Körpers getrübt. Fließende Bewegungen waren eigentlich nicht möglich.

Abends stand die offizielle Siegerehrung mit Essensbuffett an. Eine langwierige und schleppende Veranstaltung.

Danach folgte die inoffizielle Party im Lulu's. Diese war dann nicht ganz so langweilig, nur das uns erst eine riesen Schlange am Eintritt erwartete, so dass wir den Zeitpunkt später wählten, um uns dort sehen zu lassen.

Tag 12, Montag:

Abreisetag. Damit wir heute nicht so viel zu tun hatten, packten wir den größten Teil schon am Vortag. Es standen nur noch die Bikes an, in die Koffer zu packen und anschließend sollten wir gegen 11 Uhr das Zimmer räumen. Abflug war gegen 21 Uhr, also hatten wir noch genug Zeit einige Präsente einzukaufen . Gegen 17 Uhr wurden wir vom Hannes Team zum Flughafen transportiert und sogar vom Herrn Kienle die Radkoffer gebracht.


Nachwehen: Der Körper ist sehr belastet worden. Ich bin sehr schlapp, habe Blasen auf dem Rücken von der Sonne und noch Abdrücke von meiner Startnummer auf den Armen. Trotzdem hat es sich gelohnt dort hin zu fahren und den Wettkampf zu machen.

Danke an alle, die mich vor Ort unterstützt haben und an den Fernsehgeräten und Internetstreams die Daumen gedrückt hatten.

Samstag, 9. Oktober 2010

Hawaii Part 3

Tag 6, Dienstag:

Heute stand Fragen und Antworten mit deutschen Pros, wie Thomas Hellriegel, Sandra Wallenhorst und Nicole Leder, auf dem Programm.  Veranstaltungsort war der King Kamehameha Garden.
Hannes leitete die Moderation und die einzelnen Profis berichteten dann aus Ihren Erfahrungen vom Rennen. Am Ende war noch Zeit für Gruppen- bzw. Einzelfotos.


Gegen frühen Nachmittag gab’s noch ein kurzes Läufchen bei glühender Hitze, denn das Wetter sollte sich von der besten Seite zeigen.
Pünktliche gegen 17h erreichten wird dann als begeisterte Zuschauer die Nationenparade, einer Tradition in Kona.


Jede teilnehmende Nation durfte sich präsentieren. Leider war die Parade sehr „schmucklos“ und ziemlich schlicht. Keine Musik, kaum Choreographien. Da hätte man sich in den vergangen Jahren doch mehr einfallen lassen können.
Die deutsche Nation wird wohl nach den USA wieder mal die Teilnehmerstärkste darstellen.



Tag 7, Mittwoch:

Endlich war es an der Zeit meine Startunterlagen abzuholen. Im King Kamehameha Hotel bildete sich schon eine lange Schlange, weil die amerikanischen Behörden daraus wieder eine enormes Spektakel machen mit Wiegen, vielfachem Unterschreiben und neue Formulare ausfüllen. Enormer Aufwand für ein Rennen, aber es ist die WM! Zu meinem Pech hatte ich keinen Lichtbildausweis dabei, aber meine Kreditkarte wurde dann doch als Ausweis anerkannt.
Es gab mal wieder einen Rucksack mit sehr viel Werbematerial und dem Racebeutel mit allen nützlichen Aufklebern und Informationen.
Nun stand noch das Problem Rad auf dem Tagesplan. Alle Profis, mit denen ich gesprochen hatte, empfehlen vorne etwas kleiner zu fahren, weil man nicht einschätzen kann was in Hawi passiert. Also vorne 8cm runter und 5cm wieder drauf, nur fahre ich jetzt ungünstigerweise vorne Draht- und hinten Schlauchreifen. Somit habe ich nun mehr Gepäck, aber ich denke, das ist die vernünftigste Entscheidung.

Tag 8, Donnerstag:

Mal wieder ein Ruhetag!!!
In einer bekannten Laufzeitschrift stand: „Die Wahrscheinlichkeit der Unterforderung ist sehr gering“, somit wird dieses Extrem mal ausgetestet.
Morgens machten wir uns trotzdem auf zum Pier, um uns ein kostenloses T-Shirt von Biestmilch zu besorgen. In Hawaii bekommt man in der Wettkampfwoche so viele Sachen Geschenkt, dass man sich noch einen Koffer voll machen könnte.
Gegen frühen Mittag, ging es dann raus mit der Body Glove zum „Welcome Cruise“. Wir fuhren circa 45min raus auf das Meer, um dann an einem Riff zu Baden und zu Schnorcheln. Das Boot hatte doch mehr Wellengang als gedacht, denn einigen Personen wurde schlecht.
Heute Abend geht es zur offiziellen Pasta-Party (der Preis mit 55 Dollar/Karte ist  eine Frechheit) auf dem Parkplatz vom King Kamehameha Hotel mit wohl beeindruckender Bühnenshow. Ich bin gespannt und habe Hunger.

Tag 9, Freitag:

Der Tag davor!!!!!!!!!!!!!!!!! Neben letzten Checks am Rad standen heute nur der Check-In am Pier, Anlaufen und die Erdinger Pasta-Party auf dem Programm. Das Anlaufen war wieder verhältnismäßig sehr schnell, was aus meiner Sicht auf gute Beine hinweist. So soll das auch sein. Hoffentlich überlegen sie sich es in der Nacht nicht anders. Man wird es sehen...
Auf geht’s.... Daumen drücken!

Dienstag, 5. Oktober 2010

Hawaii Part 2


Tag 4, Sonntag:

Gestern noch kritisiert, sollte sich heute die  Sonne zeigen und nicht zu knapp das Thermometer nach oben mobilisieren.
Unser Tag begann wie die zurückliegenden mit einer kleinen Schwimmeinheit am Pier. Ich testete noch eine letztes mal den meinen Einteiler von Sailfish, der mich am Wettkampftag durch die erste Disziplin begleiten wird.


Man merkt morgens richtig wie das kleine Städtchen Kona erwacht. Ab halb sieben sind schon so viele Menschen auf den Strasse. Am Pier wird es von Tag zu Tag immer voller und man sieht so viele bekannte Menschen: Timo Bracht, Nicole Leder usw.
Mittags machten Natascha und ich mich auf den Weg zum Highway, um mal die Radstrecke zu testen. Man wurde vom Rückenwind Richtung Hawi förmlich getragen. Circa nach 30km sollte sich aber der Wind drehen, so dass es seitlich vom Landesinnere bließ. Ich konnte kaum noch mein Rad halten und hatte größte Schwierigkeiten nicht mit dem Asphalt Bekanntschaft zu machen. Andere Teilnehmer hatten nicht soviel Glück und kamen nur mit große Blessuren davon.

Tag 5, Montag:

Ruhetag! Bravo!

Die Anderen schufften, wir Carbo loaden!

Heute steht nur Ruhe auf dem Programm, doch ging es trotzdem früh raus, da wir mit dem Hannesshuttle auf die Bikestrecke gefahren sind, um uns einen kompletten Überblick zu verschaffen. Mein Eindruck ist wie folgt: die Strecke ist eine sehr einfache mit „rolling hills“ und fast immer nur gerade aus, nur wenn der Wind kommt, dann kann dort alles passieren und die einfachste Gerade zu einer steilen Wand werden. Der Hinweg nach Hawi gestaltet sich tendenziell einfacher, wie der Rückweg, da sich dort dann doch mehr Abfahrten befinden.

Im Bike Works, einem Radladen in der „Industrial Area“ Konas, fragte ich Faris, was er denn als Tipp hätte, wenn ich der Meinung wäre mein Felgenprofil wäre einfach zu hoch bei dem Wind. Als kompetente Antwort bekam ich: „Abschneiden kannst’se net!“ An dieser Stelle noch mal vielen Dank.

Den Nachmittag verbrachten wir mit Füße hochlegen und ruhen. 

Interview DSW

Hi Martin,

ich hoffe, Du bist gut angekommen in Hawaii und bester Dinge. Wir drücken Dir jedenfalls feste die Daumen und wünschen Dir den perfekten Tag.
Ich würde gerne noch ein Interview mit Dir auf der Homepage platzieren. Wäre super, wenn Du Zeit findest, mir noch ein paar Fragen zu beantworten:

1) Die Saison war lang und im Training wurde es zuletzt einsam um Dich, da alle anderen Triathleten die Beine bereits hochgelegt haben. Wir sehr freust Du Dich, dass es jetzt endlich los geht?

Allerdings war die Saison sehr lang. Nach Frankfurt überwiegt im ersten Moment die Freude der Quali, doch dann mit der Zeit, wenn die Tage kürzer, das Wetter schlechter und die Temperaturen kälter werden, dann wird es doch sehr einsam und hart. Man muss immer an das Ziel denken und sich noch mehr motivieren wie im Winter, bevor der Saisonhöhepunkt ansteht, denn jetzt kommt der Bonus. Dafür sich noch mal neu zu schinden ist hart. Ich freue mich sehr, dass es jetzt bald los geht und dann auch endlich mal eine Pause ansteht.

2) Wie lief die Vorbereitung auf Hawaii?

Wir sind circa 10 Tage vor Race Day angereist und von dem Jet Lag war bei mir nicht sehr viel zu spüren. Eigentlich geht es mir momentan noch zu gut. Der Körper ist erst heute richtig müde geworden und das zeigt mir, dass er sich nun endlich mit der kommenden Belastung auseinander setzt. Hier hatte und habe ich nicht vor viele Einheiten zu machen, im Gegenteil, ich mache noch weniger wie vor Frankfurt, da ich doch etwas Respekt vor den Gegebenheiten habe. Ich kann leider auf keine Erfahrung zurückgreifen, deswegen ist vorher wohl weniger, mehr!

3) Was ist Dein erster Eindruck vor Ort?

Es ist hier schon eine andere Welt, nicht um sonst liegt Deutschland auf der anderen Seite des Globus. Man merkt schon deutlich den amerikanischen Stil, aber trotzdem würde ich es nicht zu den USA zählen. Ob man Hawaii ein Paradies nennen kann, das möchte ich nicht mit meinem kleinen Eindruck nur von Big Island nicht beurteilen, aber ich denke, warum nicht.
Sportlich ist es hier einfach der Wahnsinn. Von morgens bis abends, von Sonnenaufgang bis tief in die Dunkelheit wird hier Sport gemacht. Man sieht „Großmütterchen“ die wahrscheinlich eine schnellere Pace laufen, als viele deutsche Durchschnittsbürger! Man merkt deutlich, das hier das Triathlonfieber ausgebrochen ist und sich das Niveau von den ganzen restlichen Langdistanzen nach oben hin unterscheidet.

4) Was hast Du Dir für das Rennen vorgenommen?

Zu Beginn meiner Tage hier auf Hawaii, hätte ich mich damit abgefunden mich nicht im Wasser zu übergeben. Dann ging ich einen Schritt weiter und wäre froh gewesen nicht vom Wind weggeblasen zu werden auf dem Bike. Zumindest jetzt sollte mein Raceplan wie folgt aussehen:
1:05h Swim
5:25h Bike
3:04h Run (besser sub 3), das ergibt für mich eine 9:34h und dann hätte ich Diddis Bestzeit!

5) Worauf freust Du Dich am meisten, wo vor hast Du den meisten Respekt?

Ich freue mich total auf’s Schimmmen, denn es ist komplett anders und macht doch soviel Spass mit klarem Wasser und Fischen. Vor dem Rad habe ich den meisten Respekt. Bei einer Ausfahrt konnte ich kaum mein Rad halten und habe mich sehr unsicher Gefühlt. An Auflieger fahren war nicht zu denken.
Und zu guter letzt natürlich meine Lieblingsdisziplin: das Laufen. Es ist hier viel welliger als ich vermutet hatte und ich freue mich total drauf vollgas ins Energy Lab zu laufen und darauf abzuwarten, ob’s dann wirklich so knallt J

6) Verrätst Du uns Dein Ziel fürs Rennen?

Das offizielle Motto der Agegrouper lautet: Smile-Race-Finish. Das ist leider nicht das Motto unter dem ich starten möchte, aber leider wird mir wohl nichts anderes übrig bleiben, da ich leistungsmäßig nicht dazu in der Lage sein werde, mehr wie ein Finish zu erreichen.
Andererseits ist das Finish das wichtigste, das es beim ersten Wettkampf zu erreichen gilt.
Weitere Ziele wären die 9:34h und einen Marathon unter 3h.
Ein Fernziel wird wohl das Podest in meiner AK bleiben.

Danke und viele Grüße
Martin Westermann

Montag, 4. Oktober 2010

Hawaii Part 1

Bericht aus Hawaii...

- Rechts: Be One, eine Marketingagentur, die mich ab sofort unterstütz neue Sponsoren zu finden. Links: HfkK. Hilfe für krebskranke Kinder, ein Verein aus Frankfurt, der Kinder und Familien der Betroffenen unterstützt, um Kinder und Jugendliche zu heilen und sie in der schweren Zeit zu begleiten. –


...oder wie die Reise begann. 
Tag 1, Donnerstag: Abreisetag! 
Der Wecker klingelte um 4h in der Früh. Ab ging es zum Flughafen wo uns meine Eltern schon erwarten sollten.  8:20h sollte es offiziell losgehen, aber mir starteten leider mit einer halbstündigen Verspätung aus Frankfurt. Das erste Ziel hieß Chicago. Alleine bis dorthin war es ein unglaublich langer Flug. In Chicago durchliefen wir ein großes Chaos mit Einreise und Zoll, bei dem sich die Bediensteten viel Zeit ließen, um dann richtig zu hetzen, weil der nächste Flieger sonst auch wieder mit Verspätung gestartet wäre.
Unser nächstes Ziel war Los Angeles. Hier durften wir angenehmere 1,5h verbringen. Ohne Stress und mit Zeit zur Verpflegung sehnten wir uns nach der letzten Etappe.
Nach ca. 28h auf den Beinen landeten wir in Kona. Empfangen von Hannes und seiner Crew, konnten wir uns wohlbehütet nach Snacks, Getränken und Shuttleservice in unsere Hotels begeben, um uns endlich auszuruhen.

Tag 2, Freitag:
Heute stand gleich zu Beginn eine Busfahrt zum Captain Cook’s Denkmal an. Captain Cook soll damals (17hundert??) Kona entdeckt haben und ist dann später in dieser Bucht gestorben.
Zur Wahl standen Transport zu Bus oder selber Fahren per Bike. Wir entschlossen uns brav (im Sinne des Taperings) zum Ersteren. Professionelle Begleitung gab es von Seiten Herrn Hellriegels und Vukovics.
Natascha und ich zögerten nicht lange und sprangen in die Fluten, um uns auf den Weg zum ca. 1,6km entfernten Denkmal zu machen. Nach knappen 32min erreichten wir das Denkmal und mir war sehr übel durch das ungewohnte Salz. Ich musste unterwegs mehrmals würgen L
Den Rückweg nahmen wir mit 29min etwas schneller in Angriff, damit ich endlich mal wieder etwas anständiges zum Trinken bekommen würde. Zu meinem Pech musste ich noch 2mal einen großen Schluck Pazifik nehmen.


Nachdem Rücktransport stand noch ein kleines Läufchen mit Technik auf dem Programm.

Tag 3, Samstag:
Sehr früh begann heute unser Tag. Um kurz nach 6 machten wir uns auf den weg zum Pier. Wie wunderschön es ist früh morgens (in aller Ruhe) bei Sonnenaufgang in den Ozean zu schwimmen. Klare Sicht unter einem, soweit das Auge reicht. Und mein Körper scheint sich sogar langsam an das Wasser zu gewöhnen.


Leider wird es gegen 7h sehr voll, so dass man nicht zu spät kommen sollte!!!
Weiter ging es dann gegen Vormittag auf dem Zimmer. Die Bikes wollten endlich mal aus Ihren Koffern und das neue Gelände kennenlernen. Tatschis Bike ging uns auch wie von der Hand, aber leider gab’s bei mir soviel technische Feinheiten (Nein Stefan!!!!!!!!), die es wirklich unendlich in die Länge zogen, bis es so stark regnete, dass nicht mehr ans fahren zu denken war.
Ein neuer Plan musste her: Erstmal Shoppen in der Stadt und die Wetterentwicklung abwarten. Nach Minimum 2h auf den Beinen, entschloss ich mich noch zu einem kleinen 18er mit 5km TDL. Ich muss sagen, es lief super!!!
In den letzten beiden Tagen haben wir Thomas Hellriegel so oft getroffen, dass wir Ihn mal schriftlich zu einem kleinen Wettbewerb aufgefordert haben. Es geht darum, wer den schnelleren Laufsplit im Wettkampf hinlegt. Ich bin gespannt auf seine Reaktion :-)

PS: Von Hitze und Sonne ist hier leider nicht viel zu sehen. Pünktlich zum Mittag zieht es sich zu und es beginnt zu regen.